Am 14. Januar 1895 reagierte Maria Katharina Kasper, Gründerin und damalige Generaloberin der Armen Dienstmägde Jesu Christi, in einem Brief an Stadtpfarrer Wilhelm Tripp auf die zuvor erteilte ministerielle Genehmigung der Schule.
Dieser Brief wird als Gründungsurkunde der Marienschule angesehen.

Das Schreiben Katharina Kaspers hat den folgenden Wortlaut:


Jesus, Maria Josef               Dernbach, den 14. Januar 1895

Hochwürdiger, hochgeehrter Herr Domkapitular und Stadtpfarrer!

Ew. Hochwürden beehre ich mich andurch den Empfang der uns gütigst
übermittelten einstweiligen Genehmigung der Limburger Töchterschule dankend zu
melden. In dieser Genehmigung will ich denn den Willen Gottes erkennen, daß wir
dieselbe auf die Tätigkeit unserer Genossenschaft übernehmen sollen und hoffe,
daß der Herr seinen Segen dazu in reichem Maße gebe, damit das Wirken der
Schwestern zur größeren Ehre Gottes und zum Heile der Jugend gereiche.
Genehmigen, Hochwürdiger Herr Domkapitular, meine ehrfurchtsvollen Empfehlungen
sowie den Ausdruck vorzüglichster Hochschätzung und Verehrung, mit der
zeichnet.

Ew. Hochwürden ergebenste Dienerin

Schw. Maria, Generaloberin