Die Terroranschläge von Berlin, populistische Parteien und Präsidenten sowie die schwarze Null – das waren drei der Themen, die Hamburgs Erster Bürgermeister und SPD-Parteivize Olaf Scholz mit Schülerinnen der Limburger Marienschule intensiv diskutiert hat. Vorbereitet und moderiert wurde das Podiumsgespräch von drei Schülerinnen des Politik- und Wirtschafts-Leistungskurs der Q3 mit Unterstützung ihres Tutors Michael Emmerich. Josefine Jeuck und Leonie Jung moderierten die Diskussion an, während Michelle Ruck die Fragen der Schülerinnen an Olaf Scholz aus dem Publikum entgegennahm.

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Die Veranstaltung war geteilt in drei Themenblöcke. Durch alle drei Blöcke zog sich die Frage nach der Zukunft von Volksparteien, jeweils im Hinblick auf Schuldenkrisen, Terror und Populismus. Scholz gab sich große Mühe, um die häufig komplexen und provokanten Fragen für die Schülerinnen verständlich zu erklären, was ihm zu großen Teilen sehr gut gelungen ist. Als Mitglied der SPD-Bundesvorstands lag sein Schwerpunkt natürlich auf der Rolle und der Zukunft seiner Partei und auch seine Funktion als Bürgermeister der Hansestadt Hamburg kam immer wieder zum Tragen.

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Scholz zeigte sich in vielen Fragen sehr optimistisch und machte vor allem deutlich, dass sich „die Volksparteien durch ihr Interesse an der gesamten Bevölkerung“ von den anderen Parteien abheben, da diese sich nur auf eine spezielle Wählerschaft konzentrieren würden. Zum Thema Populismus meinte er, dass „man nicht auf die Populisten reinfallen dürfe“, sondern als Volkspartei mit Klarheit und realistischen Zielsetzungen die Bevölkerung begeistern solle um ihre Stimmen zu gewinnen. Er vertraue auf die Fähigkeiten der Bevölkerung, populistische Äußerungen von wahren Argumenten unterscheiden zu können, und habe daher keine Angst vor einem zu großen Erstarken der populistischen Parteien. Auch bei der Frage nach der Sicherheit im Land angesichts der wachsenden Terrorgefahr blieb Scholz pragmatisch und zuversichtlich, auch wenn er eingestand, dass es gut sei, noch mehr für die Sicherheit zu tun.

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Die zahlreichen Themen und ausführlichen Antworten sprengten nahezu den zweistündigen Zeitrahmen, da auch aus dem Publikum sehr viele interessante Fragen kamen. Dennoch ist es den Moderatorinnen gut gelungen, Verknüpfungen zwischen den einzelnen Themen zu erstellen und möglichst viele Informationen und Positionen des hohen Politikers zu erfahren und ihren Mitschülerinnen näher zu bringen. Diese Veranstaltung zeigt wieder einmal das große Engagement und das politische Interesse der Marienschülerinnen, wie Schulleiterin Dr. Henrike Zilling in ihrer Begrüßung betonte.

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„Trotz des großen zeitlichen und inhaltlichen Aufwands, empfand ich die Veranstaltung als eine sehr lehrreiche Erfahrung, die ich immer wieder gerne wiederholen würde.“ Mit diesem Statement der Schülermoderatorin Josefine Jeuck, lässt sich die Veranstaltung sehr gut zusammenfassen und als gelungen beschreiben. Die Schulgemeinde hofft auf weitere Gäste in der Reihe der Podiumsdiskussionen an der Marienschule, die mit Olaf Scholz um einen sehr freundlichen und nahbaren Politiker erweitert wurde.

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Weitere Bilder der Podiumsdiskussion finden Sie in der Fotogalerie.

(Bericht: Katharina Schottorf, Fotos: MM; GB)