Am Donnerstag, dem 24.03.2022, haben wir, die Klasse 9c, eine Pflanzaktion auf dem Gipfel des Tal Josaphat durchgeführt. Diese Pflanzung hatten wir im November 2021 als Martinsaktion geplant und konnte erst jetzt im Frühling umgesetzt werden. Unsere Klassenlehrerin, Frau Drozdowski, hatte beim Forstamt in Limburg angerufen, sodass wir ohne Probleme am 24. März mit der Pflanzung starten konnten.


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Wir gingen um 13.45 Uhr von der Marienschule zum Tal Josaphat und kamen gegen 14 Uhr an. Nach der Begrüßung des Teams, das aus vier Personen bestand, bekamen wir Informationen und Anweisungen, wie man eine Pflanze richtig einpflanzt. Wichtig war zu wissen, dass wir einen Mischwald pflanzen, da sich Schädlinge wie der Borkenkäfer etc. so nicht so rasch verbreiten können und der Mischwald somit auch nicht anfälliger wird. Auswirkungen des Umdenkens der Waldanpflanzung ist, dass die bisherigen Monokulturen (z.B. schnellwachsende Nadelwälder) gegen Baumschädlinge anfälliger waren. Außerdem leben in einem Mischwald viel mehr verschiedene Pflanzen- und Tierarten, die das Ökosystem begünstigen.

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Nachdem sich die Klasse in Vierer-Gruppen aufgeteilt hatte, haben wir die unterschiedlichsten Baum-/Pflanzarten gepflanzt. Die eine Gruppe hatte Kirche, Lärche und Haselnuss, die anderen Gruppen Eichen, Wildfrüchte (wie Wildbirne), Birken und Fichte. Mit Schaufel, Hammer, Schutzgeländer und Pflanzen ging es an die Arbeit. Zuerst wurden für die Pflanzen, deren Wurzeln in einer Kiste mit einem nassen Tuch befeuchtet wurden, Stellen ausgesucht, die vom Team für die Pflanzung schon vormarkiert worden waren. Die Markierung wurde beseitigt, bevor wir mit der Schaufel ein Pflanzloch ausgruben. Die ausgehobene Erde wurde seitlich des Pflanzloches ausgeschüttet, da diese zur späteren Einpflanzung benötigt wurde. Anschließend wurde die Pflanze ins Pflanzloch gesetzt und vertikal gerüttelt, sodass sich die Erde besser zwischen die Wurzeln verteilte. Der vorletzte Schritt war der beste: Nach der Verfüllung des Loches wurde die eingebrachte Erde mit dem Fuß angetreten, damit die Erde der gepflanzten Pflanze einen festen Stand hat. Am Ende wurde um die Pflanze eine Schutzhülle angebracht, da sie ansonsten von Tieren wie Rehe aufgefressen oder zertrampelt werden. Ein Holzbalken wurde mit dem Hammer in die Erde eingeschlagen, an dem die Schutzhülle befestigt wurde. Die Pflanzarbeiten waren nach ca. eineinhalb Stunden beendet. Die eingeteilten Pflanzteams hatten ca. 40 Pflanzen gepflanzt.

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Auf unsere geleistete Arbeit waren wir alle stolz. Die durchgeführte Pflanztätigkeit hatte uns allen Spaß gemacht. Gleichzeitig konnten wir Vieles lernen und etwas für unsere Umwelt tun. Denn jeder von uns weiß: „Es wird keinen Planeten B geben.“ Wir würden so eine Aktion gerne wieder machen und können allen, ob groß oder klein, jung oder alt, so eine Erfahrung weiterempfehlen. Das Gefühl, etwas Gutes für die Natur gemacht zu haben, sollte jeder spüren. Und warum? Wir Menschen sind ein Teil der Natur und sollten sie auch gut behandeln und vor allem wertschätzen! Was wir aus dieser Pflanzaktion rausziehen konnten, ist, dass noch sehr viel getan werden muss. Aber die gute Nachricht ist: Es ist noch nicht zu spät! Wir sollten unsere Energie nicht auf das Bekämpfen des Alten fokussieren, sondern vielmehr auf das Erschaffen des Neuen. Das Zitat „Es ist billiger, den Planeten jetzt zu schützen, als ihn später zu reparieren“ von Jose Manuel Barroso verdeutlicht dies nochmal sehr gut. Mag sein, dass die Pflanzaktion eine kleine Aktion gewesen ist und nicht direkt den Klimawandel stoppen wird. Aber genau sowas kann andere Menschen dazu motivieren, auch in diesem Sinne etwas für die Umwelt beizutragen. Der Klimawandel wurde schon zu lange ignoriert und deshalb muss die Menschheit aufwachen, um Schlimmeres (Witterungskapriolen) zu verhindern. Viele Umweltschutzaktivisten schaffen es nicht alleine, die bisher sichtbaren Umweltprobleme zu stoppen und zu beseitigen. Hierbei zählt nur eines: Teamwork. Und genau das haben wir bei der Pflanzaktion gespürt.

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Leider ist der Klimawandel die größte Bedrohung der Zukunft und wir allein haben die Wahl: Erde retten oder weiter zerstören? Wann, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht hier? Wer, wenn nicht wir? Und vergesst nicht: Kleine Taten (wie unsere Pflanzaktion), die man ausführt, sind besser als große, die man plant. „Kleine Taten, große Wirkung!“

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Wir hoffen, wir können viele Menschen dazu bringen, aktiv etwas für die Umwelt zu tun. Wir bedanken uns sehr beim Forstamt Limburg, bei der Marienschule und bei unserer Klassenlehrerin Frau Drozdowski. Es war eine großartige und neue Erfahrung, aus der jeder für sich positive Schlüsse ziehen konnte.

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(Text: Ornina Tchko, 9c)