Vom 28. bis 30. März 2022 fand an der Limburger Marienschule ein klassenübergreifendes Klimaprojekt zum Thema „CO2-Fußabdruck“ statt. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 erarbeiteten konkrete Maßnahmen, wie ihre Schule nachhaltiger werden kann. Als Expertin unterstützte Martina Auer das Projekt, die selbst Leiterin eines Büros für nachhaltige Gestaltung ist.


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Am ersten Tag widmeten sich die Schüler*innen dem Thema Klimagerechtigkeit und der Frage, welche Folgen unser Handeln auf andere Menschen in der Welt und was dies mit dem Klimawandel zu tun hat. Zusammen mit dem entsprechenden naturwissenschaftlichen Modul sollten die Jugendlichen ein Verständnis sowie ein Bewusstsein für die Zusammenhänge entwickeln. Hierbei beschäftigten sie sich, auch experimentell, mit den Themen CO2-Fußabdruck, dem Treibhauseffekt und dessen Auswirkungen auf beispielsweise Gletscherschmelze, Meeresströmung, Permafrost und die Tierwelt.

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Am zweiten Tag recherchierten die Schüler*innen: Sie führten Umfragen und Messungen durch und erarbeiteten auf dieser Basis konkrete Handlungsmöglichkeiten sowie Maßnahmen in den Bereichen Ernährung, Konsum, Papier und Abfall, Mobilität und Energie für die Schule. Am letzten Projekttag widmete sich die gesamte Jahrgangsstufe 9 dem Thema Kommunikation. Hierbei wurden beispielsweise ein Punktesystem für den klimafreundlichen Schulweg erarbeitet, eine Klimakommission initiiert und ein Programm zur Visualisierung des Gas- und Stromverbrauchs der Schule und des damit verbundenen CO2-Ausstoßes erstellt. Außerdem erreichten die Schüler*innen eine Umstellung aller Schulrechner und Tablets auf die Suchmaschine „Ecosia“, welche ihre Einnahmen aus Suchanfragen nutzt, um Bäume zu pflanzen.

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Biologie- und Chemielehrerin Andrea Bontjer zeigte sich beeindruckt: “Es ist toll, wie die Jugendlichen den fachlichen Input aufgenommen und in konkrete Maßnahmen umgewandelt haben”, so ihr Resümee. Auch der Neuntklässler Kilian Baumann war begeistert und hofft auf eine baldige Umsetzung: „Ich fand die Projekttage sehr interessant. Die präsentierten Vorschläge zum Klima- und Umweltschutz sind wichtig für mehr Nachhaltigkeit an der Marienschule. Ich hoffe, dass die besprochenen Maßnahmen zeitnah umgesetzt und sogar noch weitere erarbeitet werden können.“ Schulleiterin Dr. Henrike Zilling schwärmte von den kreativen Ideen und Ergebnissen der Schüler*innen: “Ich bin sehr beeindruckt von den vielen Ideen, die die Schule für einige Tage zu einem Thinktank für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit gemacht haben. Viele dieser Vorschläge, wie beispielsweise die vorgestellten Konzepte zur Müllvermeidung oder zum Energiesparen, werden wir weiterverfolgen“, so die Oberstudiendirektorin.

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Weitere Bilder vom Klimaprojekt der Jahrgangsstufe 9 finden Sie in der Fotogalerie.

(Text: JS/GB)