Am Sonntag, den 30.01.2022 ging es für insgesamt 59 Schüler/Innen sowie 8 Lehrer/Innen auf die Skifahrt nach Oberstdorf. Ein Großteil der Teilnehmer/Innen war aus der Jahrgangsstufe Q1 – hinzu kamen acht Schülerinnen des Sport Leistungskurses der Jahrgangsstufe Q3.

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Nach einer ca. sechsstündigen Busfahrt kamen wir in Oberstdorf an und bezogen unsere Zimmer. Jetzt endlich konnte es richtig losgehen. Bis zum 04.02.2022 machten wir täglich die Pisten der Skigebiete Söllereck, Nebelhorn und Fellhorn unsicher. In Kleingruppen fuhren wir, nach Leistungsniveau aufgeteilt, vom Vormittag bis zum Nachmittag Ski. Die (Sport-)Lehrer/Innen wurden dabei zu unseren Skilehrern. Trotz der großen Anzahl an „Ski-Anfängern“ verzeichneten alle Teilnehmer/Innen deutliche Lernfortschritte, sodass bis zum Ende der Woche alle mindestens eine Abfahrt auf einer richtigen Piste meisterten.

Anfang der Woche ließ das Wetter mit Schneeregen und starkem Wind eher zu wünschen übrig. Am Mittwoch, den 02.02.2022, war das Wetter sogar so ungemütlich, dass der Gondelbetrieb unseres eigentlichen Skigebiets geschlossen blieb. Glücklicherweise konnten wir nach einem warmen Getränk im Freien in geteilten Gruppen zumindest einen halben Tag auf den Pisten des Nebelhorns bzw. Söllerecks verbringen. An den letzten Tagen hatten wir dann endlich mehr Glück: Am Fellhorn herrschte Kaiserwetter und so genossen wir bei strahlendem Sonnenschein unsere letzten beiden Skitage in vollen Zügen.

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Nachdem wir tagtäglich mit unserem eigenen Bus zurück zur Unterkunft gefahren wurden, hatten wir etwas Zeit für uns. Ab 18 Uhr gab es dann ein gemeinsames Abendessen sowie ein abwechslungsreiches Abendprogramm. Zwar hatte der Koch unseres Hostels eine Vorliebe für Reis mit Hühnchen, wir wurden aber trotzdem alle satt. Nach einer kurzen Verdauungspause ging es mit dem Abendprogramm weiter. In Erinnerung bleibende Programmpunkte waren eine Hüttenolympiade, bei der verschiedene Teams mit ihrem Kapitän gegeneinander antraten, sowie eine Playbackshow, bei der sowohl die Lehrer- als auch die Schülergruppen begeisterten. Insgesamt waren unsere Abende sehr kreativ gestaltet und so verging die Zeit bis zur coronabedingten Sperrstunde um 22 Uhr sehr schnell. Bei der Fackelwanderung in tiefem Schnee mit anschließendem gemeinsamen Glühweintrinken an der frischen Luft, konnten wir unseren Aufenthaltsort Tiefenbach besser kennenlernen.

Für uns als Schüler/Innen war die Woche in Oberstdorf eine wunderschöne Erfahrung. Hierzu trug auch bei, dass man sich über unsere Unterkunft, das Oberstdorf Hostel in Tiefenbach, wirklich nicht beschweren konnte. Gerade nach dem langen Ausfall der Klassen- und Kursfahrten durch die Coronapandemie war die Skifahrt ein „unvergessliches und lange erwartetes Erlebnis” (Charlotte K., Schülerin Q1).
Uns allen war der Ernst der Lage in Bezug auf die immens hohen Infektionszahlen bewusst, weshalb das Tragen einer FFP2-Maske selbstverständlich war. Die einzigen Ausnahmen waren der Aufenthalt auf dem eigenen Zimmer, das Essens sowie das eigentliche Skifahren an der frischen Luft. Aber gerade in diesen Zeiten, voller negativer Rekorde und Schlagzeilen, war die Fahrt “eine Ablenkung, nachdem man wochenlang nur mit Corona konfrontiert war” (Julia M., Schülerin Q1).

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Die Skifahrt stattfinden zu lassen war genau die richtige Entscheidung. Zu dieser Einschätzung kamen jedoch nicht nur die 59 Schülerinnen und Schüler der Marienschule – auch die begleitenden Lehrer/Innen sind durchweg dieser Meinung. „Wir – und damit meine ich ganz explizit auch die Schulleitung – haben uns natürlich im Vorfeld der Fahrt sehr viele Gedanken gemacht und unzählige Gespräche geführt. Immer wieder ging es um die Frage, ob wir eine Skifahrt inmitten einer Pandemie verantworten wollen und können? Am Ende des Tages sind wir zu der Einschätzung gekommen, dass wir die Fahrt stattfinden lassen wollen. Die Gründe dafür waren vielfältig: Beispielsweise war es so, dass es sich um eine freiwillige Fahrt gehandelt hat. Wer nicht mitfahren wollte, musste dementsprechend auch nicht. Außerdem waren und sind wir immer noch der festen Überzeugung, dass zur Gesundheit junger Menschen nicht nur gehört, sich nicht mit dem Corona-Virus zu infizieren. Zur Gesundheit, worunter eine körperliche, seelische und geistige Gesundheit zu verstehen ist, gehört eben im Besonderen auch, dass Schülerinnen und Schülern, die sich seit Monaten auf diese Fahrt gefreut haben, eine solche Fahrt, wenn sie denn auf politischer Ebene erlaubt ist, ermöglicht wird“ (David Berwanger, Leiter der Skifahrt).

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Natürlich wurde während der gesamten Woche konsequent das vom Reiseveranstalter vorgeschriebene und von uns deutlich erweiterte Hygienekonzept umgesetzt. Dazu zählte etwa, dass wir eine 2GPlus-Fahrt umgesetzt haben. Unabhängig vom Impfstatus mussten alle Teilnehmer/Innen vor der Abfahrt einen tagesaktuellen negativen Testnachweis erbringen, der sogar noch durch einen Schnelltest ergänzt wurde. In Oberstdorf wurde ebenfalls jeden Tag getestet, wofür die Schülerinnen und Schüler noch vor dem Frühstück Zeit einplanen mussten.

Unsere Schülerinnen und Schüler haben sich während der gesamten Woche vorbildlich verhalten. Sie wussten absolut zu schätzen, dass sie trotz der angespannten „Coronalage“ nach Oberstdorf reisen durften. Dass während der Woche nur eine Schülerin positiv getestet wurde, spricht ebenfalls für das konsequente und umsichtige Handeln aller Beteiligten. Hierzu wurde von Lehrerseite noch ergänzt: „Es war einfach toll mal wieder das Funkeln in den Augen der Schülerinnen und Schüler zu sehen. Viel zu lange sind solche Aktivitäten auf der Strecke geblieben“ (Herr Simek).

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Nach einer ereignisreichen Woche traten wir am Freitag, den 04.02.2022 wieder die Heimreise an. Während der Busfahrt bedankte sich die gesamte Gruppe ganz ausdrücklich bei allen Begleitpersonen und ganz besonders bei Herrn Berwanger, der die Fahrt organisiert hatte. „Für die netten Worte auf der Busfahrt möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken. Ich habe den Aufwand gerne auf mich genommen und ich glaube, dass es sich absolut gelohnt hat“ (David Berwanger, Leiter der Skifahrt).

Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal an die weiteren Begleitpersonen Frau Dornoff-Thomas, Frau Menges, Frau Orgler, Herr Pfarrer Henrich, Herr Fomino, Herr Holzhäuser und Herr Simek.

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(Text: Jette Jeuk (Q1) und BW, Fotos: BW)