Es werden Plätzchen und Kuchen gebacken, es wird Weihnachtsdekorationen gebastelt und es wird eifrig musiziert: Wenn man in der Limburger Innenstadt auf Marienschülerinnen und - schüler aller Jahrgangsstufen trifft, dann ist klar: Es ist wieder soweit, die Martinsspendenaktion ist gestartet. Bis zum vierten Adventswochenende wird wieder eifrig gesammelt, damit auch den Menschen, denen es nicht so gut geht, um die Weihnachtszeit eine Freude gemacht werden kann. In den vergangenen 43 Jahren kam so die beachtliche Summe von 480.000 Euro zusammen. Jedes Jahr wird an Projekte in Entwicklungsländern gespendet und so konnten Waisenhäuser in Rumänien und Kenia, ein Schulbau in Indien sowie einer Sozialstation in Brasilien ermöglicht werden.

Im letzten Jahr profitierte die St. Francis School in Mitunguu in Kenia vom Erlös der Martinsspende: Die Schule und die dazugehörige „Nursery“, die von den Armen Dienstmägden Jesu Christi geleitet wird, werden immer wieder von der Marienschule unterstützt. Da die Schule immer gefragter wird, sind die bestehenden Räumlichkeiten bereits zu klein. Deshalb geht in diesem Jahr die Hälfte des Erlöses nach Kenia, um den mit den Marienschul-Spenden begonnenen Neubau weiter zu unterstützen. Um von der Entwicklung des Baus aus erster Hand zu berichten, besuchten im vergangenen Jahr mehrere kenianische Schwestern die Marienschule.

Die andere Hälfte geht an die Menschenrechtsorganisation TARGET, die vor allem in Äthiopien Frauen mit Genitalverstümmelung hilft. Die seit Jahrtausenden verbreitete Tradition der Genitalverstümmlung wurde im letzten Jahrzehnt bei mehreren Völkern wie dem Afar-Volk als Verbrechen eingestuft. TARGET hilft betroffenen Frauen, indem sie dort eine mobile Krankenstation und eine Geburtshilfeklinik betreibt. Durch diese soll die Sterberate bei Müttern und ihren Kindern gesenkt werden, da immer noch 50 Prozent der Säuglinge sterben. Durch diese neu errichtete Klinik sind in der Danakil-Wüste erstmals Kaiserschnitte und eine ausreichende medizinische Versorgung möglich.

Der stellvertretende Schulleiter Dr. Hans Paul Breunig freut sich auf die diesjährige Aktion: „Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr an den großartigen Erfolg von 2014 mit seiner Rekordspende anknüpfen können und danke allen Beteiligten schon jetzt ganz herzlich für das Engagement sowie den Spendern für ihre Unterstützung.“ 

(Text: FD/HF)