Marienschule will unternehmerisches Handeln mit sozialer Verantwortung fördern

Schülerfirma

Eigentlich sollte die Thematik Schülerfirma im Rahmen der Projektwoche zu einem Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit grobem Überblick zu den vielfältigen Facetten unternehmerischen Handelns führen, doch bereits im Laufe des ersten Projekttages wurden den meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmern bewusst, dass sie die komplexe und umfangreiche Materie Schülerfirma mit spielerischer Leichtigkeit verstanden und verinnerlicht hatten, die Teilnehmer mit hoher Motivation und Kreativität bei der Sache waren und sich entschlossen an die Verwirklichung des Traumes Schülerfirma machten. In kürzester Zeit wurden Ideen gesammelt, über einen kreativen Namen nachgedacht und dann alles zu einem in sich schlüssigen Businessplan geschnürt, der dann potentiellen Investoren veranlassen soll, dass notwendige Startkapital zur Verfügung zu stellen. Bei den demnächst stattfindenden Gesprächen mit den finanziellen Unterstützern sei es den Teammitgliedern wichtig, den Investoren einen Gegenleistung anzubieten. Da momentan Handyhüllen absolut im Trend sind, könnten die Designer von "Katy's Company" mit bedruckten Firmenlogos dafür sorgen, dass die Vermarktung der Firmen dadurch optimiert wird. Übrigens wurde der Firmenname von den Mitgliedern in einem demokratischen Prozess bestimmt, was ein wichtiges Prinzip der Firmenphilosophie darstellt und auch in der Rechtsform GbR zum Ausdruck kommt. Die Gemeinnützigkeit dieser GbR entsteht dadurch, dass die Schülerfirma unter dem Dach der Marienschule unter pädagogischen Gesichtspunkten geführt wird und die Gewinnerzielung dabei eine untergeordnete Rolle spielt. Primär stehen Erfahrungen im Umgang mit unternehmerischen Handeln in sozialer Verantwortung im Fokus. Dies erkennt man zum Beispiel auch daran, dass die Schülerfirma z.B. Kochkurse für Oberstufenschülerinnen anbieten möchte, dass sich diese im späteren Studium noch besser und gesünder versorgen können. Auch an die neuen Sextaner hat "Katys Company" gedacht, da die Schülerinnen und Schüler in einem 6 stündigen Mathekurs bei Bedarf fit für die gymnasialen Anforderungen gemacht werden sollen. Wenn durch die zunächst angebotenen Dienstleistungen ein gewisses Startkapital erzeugt wurde, kann die Firma dann ausgewählte Produkte kaufen und mit eigenem Design versehen und dann in der Schule verkaufen. Das erwirtschaftete Kapital soll dann in soziale Projekte fließen und auch die Ausstattung von "Katy's Company" soll ständig optimiert werden. Die Schulleiterin Frau Dr. Zilling fand den Businessplan des jungen Schülerteams gut durchdacht und auch der Schulträger hat sich positiv zu dem Konzept von "Katy's Company" geäußert. Jetzt werden in der engeren und erweiterten Schulleitung die weiteren Schritte besprochen, um das Projekt Schülerfirma zu einem Erfolg werden zu lassen. Den Schülerinnen und Schülern aus den Klassen 8, 9 und Q2 hat diesen klassen- und kursübergreifende Arbeiten jedenfalls sichtlich gefallen und die ersten Erfolge haben sich bereits nach drei Tagen intensiver Projektarbeit eingestellt. Jetzt geht es darum, für die verschiedenen Geschäftsbereiche noch weitere motivierte und engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu finden. Auch diesbezüglich gab es heute weitere Erfolgsmeldungen, denn für die Bereiche Technik und Buchführung konnten weitere Teammitglieder gewonnen werden.  

Bericht: D.Laukner, Foto: Chantal Klemm