Der Malteser Auslandsdienst im Bistum Limburg und die Marienschule Limburg laden am 18. Juli um 20 Uhr und am 19. Juli um 17 Uhr zum großen Benefiztheater in den Walderdorffer Hof, Fahrgasse 5 in der Limburg Altstadt ein. Aufgeführt wird eine von Malteser Jugendreferentin und Theaterpädagogin Cara Basquitt gemeinsam mit bosnischen Jugendlichen und Schülerinnen und Schülern der Marienschule erarbeitete Version von „Romeo und Julia" frei nach William Shakespeare.

Dieses Interkulturelle Theaterprojekt ist Teil der Aktion Hoffnungszeichen des Malteser Auslandsdienstes, der sich bereits mehr als 20 Jahren in Bosnien und Herzegowina engagiert, um die Menschen nach dem Balkan-Krieg beim Wiederaufbau zu unterstützten. „Die Not in Bosnien und Herzegowina ist nach wie vor groß. Das Leben der Menschen dort ist geprägt von Armut. Es herrschen eine hohe Arbeitslosigkeit, korrupte politische Strukturen und es fehlt überall an der nötigen Infrastruktur, insbesondere in den ländlichen Regionen", berichtet Jürgen Briegel, Auslandsdienstreferent der Malteser im Bistum Limburg. Er ist regelmäßig in Bosnien-Herzegowina, koordiniert die Hilfsprojekte und spricht mit den Sozialämtern und Vereinen vor Ort. „Unsere Projekte basieren auf Hinweisen unserer lokalen Partner, die uns gesagt haben, womit wir den Menschen am besten helfen können. Das sind 20 Jahre nach dem Krieg keine Sachspenden oder Hilfsgütertransporte mehr, sondern Projekte, die den Charakter einer Hilfe zur Selbsthilfe haben und den Menschen in dem weitestgehend aus dem Fokus geratenen Land Lebensperspektiven aufzeigen." Diese nennen die Malteser Hoffnungszeichen. Insgesamt vier verschiedene Hoffnungszeichen gibt es: Bildung, Beschäftigung, Begleitung und Begegnung. Projekte sind unter anderem das Sammeln von Schulmitteln für Kinder, deren Eltern sich diese nicht leisten können, das Ausbilden von Schulsanitätern, Häuserrenovierungen oder das Aufstellen von Gewächshäusern, mit denen sich arme bosnische Familien etwas zu ihrem Lebensunterhalt dazu verdienen können.

In diesem Sommer steht nun das Hoffnungszeichen Begegnung im Mittelpunkt. Ziel dieses Hoffnungszeichens ist es, nicht nur den interkulturellen und -religiösen Austausch der ehemals verfeindeten Ethnien in Bosnien-Herzegowina zu fördern, sondern auch hier in Limburg auf das Schicksal der Menschen dieses aus dem öffentlichen Fokus geratenen Landes aufmerksam zu machen. „Wir wollen insbesondere die jüngeren Generationen erreichen, die sich nicht mehr an die Gräueltaten des Bürgerkrieges erinnern können", erklärt Cara Basquitt. „Deshalb haben wir ein Austauschprogramm zwischen Jugendlichen aus fünf verschiedenen bosnischen Schulen und der Marienschule in Limburg organisiert." Im Zeitraum vom 10. bis 20. Juli reisen zunächst die bosnischen Schüler nach Deutschland, wohnen bei deutschen Gastfamilien und setzen sich gemeinsam mit den deutschen Teilnehmern in mehreren Theaterworkshops mit dem Stück und dem Thema Zusammenleben verschiedener Kulturen auseinander. Nach der Aufführung im Walderdorffer Hof reisen dann die deutschen Jugendlichen nach Bosnien-Herzegowina, wo das Stück dann nochmals aufgeführt wird.

Neben der Begegnung der Kulturen verfolgt das Benefiztheater außerdem das Ziel, Spenden für die verschiedenen Projekte der Aktion Hoffnungszeichen zu sammeln und Hoffnungszeichen-Paten zu gewinnen.
Die Karten für die beiden Aufführungen kosten 8 Euro bzw. 5 Euro für Schüler und Auszubildende und sind im Vorverkauf in der Diözesangeschäftsstelle in Limburg, Frankfurter Str. 9, Eingang Post-Parkplatz, 2. OG bei Jürgen Briegel sowie bei der Bäckerei Hensler erhältlich, die für die beiden Abende extra die bosnische Spezialität Burek backen wird. An der Abendkasse kosten die Karten 10 Euro.
Wichtiger Hinweis: Sollte es an einem der beiden Abende regnen oder Unterwetter geben, finden die Theateraufführungen in der Aula der Marienschule statt. Dies wird entsprechend auf www.malteser-auslandsdienst-limburg.de sowie am Eingang des Walderdorffer Hofs in der Fahrgasse 5 bekannt gegeben.
Unterstützt wird das Interkulturelle Theaterprojekt auch von der Reinhard & Sonja Ernst-Stiftung, die die Malteser nicht nur den Innenhof des Walderdorffer Hofs für die Aufführungen nutzen lässt, sondern auch die Kosten unter anderem für Bühne, Bestuhlung Technik übernimmt sowie von Dr. Jürgen Christian Bomert, der Ulrich Klein mit ein Büchlein über die Geschichte des Walderdorffer Hofs verfasst hat. Die Reisekosten für die Jugendlichen werden zum Großteil durch Fördermittel finanziert.
Während und nach dem Konzert ist für Getränke und einen kleinen Imbiss gesorgt. Dabei stehen die Malteser Interessierten gerne für Fragen zur Verfügung.

Weitere Informationen zur „Aktion Hoffnungszeichen" und dem Malteser Auslandsdienst finden Sie auf der Homepage des Malteser-Auslandsdienstes. Bei Fragen stehen Jürgen Briegel, Auslandsdienstreferent der Malteser im Bistum Limburg und Regisseurin Cara Basquitt gerne zur Verfügung: Juergen.Briegel@malteser.org bzw. Cara.Basquitt@malteser.org; 06431/9488-520 (Cara Basquitt/ Fd)