„Jeder Abschied ist an gute Erinnerungen gebunden", begrüßte Schulleiterin Dr. Henrike Zilling die Anwesenden, darunter die Führungsspitze des Dernbacher Ordens unter Leitung von Generaloberin Schwester Gonzalo und Provinzoberin Schwester Simone, zu zahlreichen Ehrungen und Verabschiedungen von Kollegen und Mitarbeitern. Zunächst hatte das Orchester unter der Leitung von Christoph Pabst für eine musikalische Einstimmung gesorgt.

Publikum


Bevor es zu den Verabschiedungen kam, wurden zunächst zwei Kolleginnen für ihr Dienstjubiläum geehrt. So erhielt die vielfältig engagierte Birgid Sagmeister die Bistumsmedaille für ihr 25 jähriges Jubiläum im kirchlichen Dienst. In einer Rede, in der zahlreiche Parallelen zu ihrem Lieblingsverein FC Bayern München aufgeführt wurden, wurde sie durch den stellvertretenden Schulleiter Dirk Fredl geehrt. Im Namen des ganzen Kollegiums wünschte auch Maria Möller, dass Birgid Sagmeisters Engagement, welches sie unter anderem als Vertrauenslehrerin und in der Leitung der Fußball AG zeigt, nicht verblassen möge.

Sagmeister
25 jähriges Dienstjubiläum feierte in diesem Jahr auch Sabina Datum, die von der Schulleiterin Dr. Henrike Zilling besonders für ihr Engagement im Sozialen, im Sport und für Menschen geehrt wurde. Als Schulseelsorgerin und Leiterin der Streitschlichterausbildung setzt sich Sabina Datum schon lange intensiv für das Wohl aller Schülerinnen und Schüler ein.
Es folgten die Verabschiedung von Barbara Fett, die nach neun Jahren an der Marienschule nun in die Tagesheimschule wechselt, die Verabschiedungen von Iris Unger und Lukas Schmitz, die zuverlässig temporäre Ausfälle im Kollegium ersetzt hatten, die Verabschiedung von Sabine Mommer, die an der Marienschule ihr Referendariat und ein hervorragendes zweites Staatsexamen abgelegt hatte und die Verabschiedung von Niamh Dooley, die nach einem Jahr als Assistenzlehrkraft nach Irland zurückkehrt.

AbschiedLehrer
Nach zwei weiteren Stücken des Orchesters wurde die langjährige Pfortenmitarbeiterin Elfriede Bereiter verabschiedet, die der Schulgemeinde aufgrund ihrer Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Auch Martina Bosse, die sich in der AG Schulentwicklung, als Mitglied der Mitarbeitervertretung und als Mentorin für Praktikanten langjährig für die Schule engagierte und die nun an einer Schule in Marburg unterrichtet, wurde verabschiedet.

Bosse
Des Weiteren muss sich die Marienschule von dem Altphilologen Rüdiger Krauskopf trennen, der mit seiner Liebe zur klassischen Antike zahlreiche Schüler für Latein begeistern konnte. Der stellvertretende Schulleiter Dr. Hans-Paul Breunig sprach Lob für Rüdiger Krauskopfs Arbeit an der Marienschule aus, indem er sagte, er hätte früher auch gerne einen solchen Lateinlehrer gehabt.

Krauskopf
Zu den zu verabschiedenden Kollegen zählte auch Eva Weiß-Bollandt, die nach ihrem Referendariat an der Marienschule sofort übernommen wurde und sich neben den Unterrichtsstunden zusätzlich an der Schülerzeitung, der Homepage und dem Jahrbuch beteiligte. In ihrer Dankesrede sagte Eva Weiß-Bollandt, sie blicke auf eine schöne und gelungene Zeit zurück und wisse nicht, wie man die Marienschule, eine Schule, die sich auszeichne durch Lehrer, die nicht stillsitzen und die etwas bewegen wollen, aus freien Stücken verlassen könne.

Weiß-Bollandt
Eine weitere einschneidende Verabschiedung war die des Kollegen Thomas Lebeda, langjähriger Vorsteher der Fachschaft Musik, der sich intensiv für das alljährliche Adventskonzert einsetzte und den ersten Musik Leistungskurs der Marienschule übernahm. Dr. Hans-Paul Breunig, der Thomas Lebeda schon seit 51 Jahren kennt, sagte über diesen, er habe die Schülerinnen zur Musik gebracht und sie ermutigt, ihre Talente zu zeigen. Als Beispiel hierfür sei das Musical „Fausti & Meph" genannt, das von einem Musik Grundkurs unter der Leitung von Thomas Lebeda selbstständig erarbeitet wurde. Im Treppenhaus und im Lehrerzimmer war der Musiklehrer immer nur pfeifend und singend anzutreffen. Außerdem waren sich alle einig, dass sie die „Comedyshow" zwischen ihm und Musikkollegen Christoph Pabst vermissen würden, die sicherlich niemandem an der Marienschule entgangen ist und jeden amüsiert hat.

Lebeda
Thomas Lebeda bedankte sich für die schöne Zeit und bezeichnete die Marienschule als eine Insel der Seligen und Glücklichen, die von Familiarität und Geborgenheit geprägt sei.
Die letzte Verabschiedung war die von Schwester Hermania Schrauth, die nach 48 Jahren in Limburg schließlich ins Mutterhaus nach Dernbach zurückkehrt. In ihrer Zeit in Limburg hat Schwester Hermania fünf Kindergärten geleitet und gleichzeitig Religion an der Marienschule unterrichtet. Auch die Schülerbibliothek der Marienschule würde es ohne sie nicht geben. In ihrer Arbeit im Hort hat sie sich besonders um Kinder von Gastarbeitern gekümmert und ist auch deren Eltern mit Wohlwollen und Achtung gegenübergetreten. Die indischen Schwestern der Armen Dienstmägde Jesu Christi hat sie gefördert, unterstützt und ihnen Heimat geboten. Wie schon Bischof Emeritus Tebartz van Elst sagte: „Man ist erst dann Limburger, wenn man Schwester Hermania kennengelernt hat" – Jeder in Limburg kennt Schwester Hermania als die gute Seele der Marienschule. Für sie beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt mit neuen Aufgaben.
Schwester Hermania bedankte sich bei allen Anwesenden für ihr Kommen und erinnerte sich an die große Freude, die die Menschen in Limburg ihr bereitet haben. Die Begegnungen in Limburg und in der Schule würden ihr in Dernbach sicher fehlen.

Hermania1-HP
„Ich werde und kann die Marienschule und Limburg nicht vergessen. Ich werde für Sie alle beten, das verspreche ich Ihnen", nachdem Schwester Hermania für diese abschließenden Worte Standing Ovations erhielt, war sie sichtlich gerührt.
Schwester Simone führte anschließend noch einmal durch die Geschichte der Marienschule, an der seit deren Gründung im Jahr 1895 durchgehend Schwestern tätig gewesen sind. Schon seit letztem Jahr ist keine Schwester mehr als Lehrerin an der Schule tätig, mit der Verabschiedung von Schwester Hermania geht nun eine Ära zu Ende, da das Konvent der Dernbacher Schwestern in Limburg aufgelöst wird.

Sr. Simone
Nachdem Thomas Lebeda spontan ein „Viel Glück und viel Segen" angestimmt hatte, bei dem alle im Kanon mitsangen, waren die Anwesenden noch zu einem gemütlichen Beisammensein und kleinen Häppchen vom Buffet eingeladen. (Text: Luisa Reichwein; Fotos: Lea Velthuysen)