Eigentlich geht es nur um einen kleinen Pieks – der einem Menschen das Leben retten kann.

Die angehende Erzieherin Laura Lücker aus der Fachschule für Sozialpädagogik an der Marienschule demonstriert, wie man sich während der ersten Blutspende fühlt:

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Vor dem Einstich - bloß nicht hingucken!

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Nach dem Einstich - es ist alles sehr entspannt.

Seit 5 Jahren finden an der Marienschule in Zusammenarbeit mit der Blutbank des Universitätsklinikums Gießen jährlich Blutspendentermine statt. Schülerinnen und Schüler über 18 Jahren sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Marienschule sind zur Blutspende aufgerufen. Damit möchte die Schulgemeinde der Marienschule dazu beitragen, die immer schwieriger werdende Versorgung mit Blutkonserven zu sichern. Durch den demografischen Wandel stehen auf der einen Seite immer weniger Blutspender im spenderfähigen Alter (18 – 68 Jahre) zur Verfügung und auf der anderen Seite sind immer mehr Patienten dringend auf Blutprodukte angewiesen.
Durch das Ausscheiden des letzten G9 Jahrgangs im Schuljahr 2013/14 liegt das Alter der Abiturientinnen oftmals unter 18 Jahren, so dass sie als Blutspenderinnen nicht in Frage kommen. Daher war es nicht sicher, ob sich bei dem Termin am 15.05.2014 eine ausreichend hohe Anzahl von Spendern zur Verfügung stellen würden, damit sich der große Aufwand für die Anreise der Mitarbeiter und der Transport der umfangreichen Ausrüstung lohnen. Durch das Engagement der Studierenden aus dem beruflichen Bereich der Marienschule und der Spendenbereitschaft der Mitarbeiter kamen jedoch über 60 entnommene Blutkonserven zusammen.
Frau Dr. Karin Möller, die ärztliche Leiterin der Blutspendenaktion, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und vereinbarte mit Herrn Dr. Breunig schon einen Folgetermin im nächsten Schuljahr. Den stellvertretenden Schulleiter erfreute besonders die Tatsache, dass Frau Dr. Möller im Rahmen der Campusblutspenden an den Universitäten Gießen und Marburg immer wieder auf ehemalige Marienschülerinnen trifft, die ihre erste Blutspende bei den Blutspendenterminen an der Marienschule geleistet haben. Offenbar führt die erste Blutspende im Rahmen der vertrauten Schulumgebung, auch später noch zu einer erhöhten Spendenbereitschaft.

Dr. Hans Paul Breunig