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Kein Aprilscherz: Marienschülerinnen am 1. April zu Gast in der moslemischen DITIB-Gemeinde
Die DITIB-Moschee in der Blumenröder Straße in Limburg  lädt Schülerinnen der 7d ein, an Ort und Stelle praktisch zu überprüfen, was sie im Religionsunterricht in der Marienschule gelernt haben. Alle sind schon sehr gespannt und ein bisschen aufgeregt. Für viele von uns ist es die erste Begegnung mit dem Islam:
Zuerst werden wir von  Frau Döndü Dikerim Waschraum der Männer, in welchem sie sich vor dem Gebet rituell reinigen, in Empfang genommen.
In der Moschee gibt es auch Tagesräume, wo z.B. Koranunterricht erteilt wird oder wo sich Jugendliche für Freizeitunternehmungen treffen. Hier sehen wir einen  Film über Moscheen in Deutschland . In diesem Film wird unter anderem erklärt, wie die rituelle Reinigung oder das sogenannte „ Freitagsgebet“ ablaufen.

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Vor dem Betreten des eigentlichen rituellen Gebetsraumes ziehen wir unsere Schuhe aus.  Der Imam rezitiert singend einige Zeilen auf Arabisch aus dem Koran. So oder so ähnlich klingt es auch, wenn man in Moscheen in der Türkei  oder Saudi Arabiens weilt. Eine Mitschülerin liest anschließend die deutsche Übersetzung der Koransure  vor. Danach dürfen wir unsere in der Stunde zuvor gesammelten Fragen stellen. Die Antworten, die Frau Diker dankenswerterweise dolmetscht, weil uns der Imam auf Türkisch antwortet, sind interessant und informativ. Nach den Fragenstellen sich die moslemischen Gäste und wir christlichen Besucher zum Gruppenfoto auf.

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Schließlich dürften wir uns noch genauer umschauen und Fotos vom Gebetsraum machen. Dieser Raum ist wirklich sehenswert. Die Wände zieren handbemalte Kacheln aus der Türkei, sowohl die Decke als auch der obere Teil der Wände sind mit Wandmalereien geschmückt, die von zwei türkischen Spezialisten gemacht worden sind. Wir werden außerdem herzlich zum„Tag der offenen Moschee“ am 1. Mai eingeladen.  Wir verlassen den Gebetsraum und steigen auf den Frauenbalkon. Dort befinden sich die Frauen während des Gebets. An der Außenseite der Empore sind die 99 Namen Allahs angebracht, an der Wand stehen die Namen der Propheten geschrieben, auch der Issas (Jesus), alles in Arabisch.
Nach dieser sehr gut organisierten Führung ziehen wir uns im Treppenhaus die Schuhe wieder an und verlassen die Moschee, vor der einige der älteren Gemeindemitglieder zu einem Plausch versammelt in der Sonne sitzen. Der Besuch hat uns sehr viele neue Erkenntnisse über den Islam gebracht und uns gezeigt, dass unsere Religion und der Islam mehr Gemeinsamkeiten als Trennendes haben.  

Moscheebesuch5Miranda Frölich/Marielle Koort/MR