Seit vielen Jahren finden an der Marienschule Orientierungstage für Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 statt. Grundlage dafür ist neben den Zielsetzungen der Kath.Schule und des Bistums Limburg der Beschluss der Würzburger Synode über Ziele und Aufgaben kirchlicher Jugendarbeit.

Seit 1995 arbeitet die Marienschule mit  dem Haus Wasserburg in Vallendar (Pallottiner) zusammen. Die Konzeption, die dahinter steht, bezieht sich schwerpunktmäßig auf die Arbeit im Klassenverband.
Die Marienschule will in den Orientierungstagen den Klassen wie jeder einzelnen Schülerin und jedem einzelnen Schüler in Gesprächsrunden und Übungen Gelegenheit geben, über Sinnfragen und Probleme, Werte und Einstellungen nachzudenken, zu denen oft in der Schule die Zeit fehlt oder die dazu notwendige Atmosphäre nicht gegeben ist.

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Es wird Raum geboten, in dem Schülerinnen und Schüler sich wohl fühlen. Dies gilt unabhängig davon, zu welcher Kirche, Religion oder Weltanschauung sie sich bekennen.
In den Kursen wird vorwiegend prozessorientiert gearbeitet unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedürfnisse der Teilnehmer.
Es soll eine Atmosphäre entstehen, in der sich jede einzelne akzeptiert weiß, Gehör findet und sich somit öffnen kann. Dies beinhaltet einen ganzheitlichen Ansatz, der in den verschiedenen Methoden zum Ausdruck kommt: Methoden der Einzel- und Gruppenarbeit, Körperübungen und Meditationen,  kreative und spielerische Elemente.

Die Schülerinnen und Schüler werden ermutigt, sich selbst und ihre Lebenssituation bewusster wahrzunehmen. Sie erhalten Möglichkeiten, sich mit Fragen einer sinnvollen Lebensgestaltung ernsthaft auseinanderzusetzen und für sich ihren Weg zu finden. Dabei möchten Kursleiter und Referenten Wegbegleiter sein.
Den Schülerinnen und Schülern kann so auch bewusst werden, dass jede nicht nur für ihre eigene Lebensgestaltung Verantwortung trägt, sondern auch für das soziale Umfeld, in dem sie lebt (Familie, Freundeskreis, Schule, Gesellschaft, Staat und Kirche).
Die Orientierungstage wollen einen Beitrag zur Stärkung und Verbesserung der Klassengemeinschaft leisten und Prozesse bewusst machen, die in der Gruppe stattfinden.
Den Teilnehmern wird die Möglichkeit gegeben, miteinander ins Gespräch zu kommen, Schwierigkeiten anzusprechen, die im Zusammenleben immer wieder entstehen, und diese miteinander in einer fairen Auseinandersetzung aufzuarbeiten.
In der pluralistischen Gesellschaft werden den Schülerinnen und  Schülern viele Möglichkeiten der Sinndeutung angeboten. Die Orientierungstage bieten die Möglichkeit, darüber ins Gespräch zu kommen. Dabei verstehen sich die Kursleiter selbst als gläubige Christen, die bereit sind, von dem, was ihr Leben hält und trägt, mitzuteilen. So wird den Schülerinnen und Schülern der christliche Glaube als mögliche Sinndeutung angeboten, ohne dass ihnen Antworten aufgezwungen oder andere Antworten abgewertet werden. Die Schülerinnen und Schüler werden weiterhin dazu ermutigt, ihren Glauben als Motivation für ihr Handeln bzw. für die Übernahme von Verantwortung in ihrem sozialen Umfeld zu sehen.

Durch verschiedene Gottesdienstangebote und Meditationen wird ein Angebot gemacht, das eine Erfahrung vermittelt, wie Glaube gemeinsam gelebt und gefeiert werden kann.
Die Marienschule legt Wert auf  die Freiwilligkeit des Angebots. Die große Mehrheit der Schülerinnen und Schüler in Klasse 8 nimmt das Angebot wahr. Schülerinnen und Schüler, die nicht teilnehmen wollen, besuchen in der Zeit der Orientierungstage den Unterricht einer anderen Klasse.

 

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Ansprechpartner: Bernd Berneiser
Kontakt: Jederzeit in der 1. großen Pause