Der Übergang von der Grundschule zum Gymnasium stellt an die Schülerinnen und Schüler große Anforderungen: Sie verlassen ihre vertraute Umgebung, haben in der Regel einen weiteren Schulweg und müssen sich in der neuen und viel größeren Schule orientieren. Die Mädchen und Jungen müssen sich in eine neue Klasse einfügen und sich auf neue Lehrerinnen und Lehrer einstellen. Die Arbeitsweisen am Gymnasium entsprechen teilweise nicht den von der Grundschule gewohnten und auch die Leistungserwartungen sind andere. Außerdem kommen sie zu einem Zeitpunkt an die Marienschule, an dem auch in ihrer persönlichen - geistigen und körperlichen - Entwicklung Veränderungen einsetzen. Im Sinne eines ganzheitlichen Menschenbildes gibt es in der Eingangsstufe zahlreiche Angebote um den Schülerinnen und Schüler die Eingewöhnung zu erleichtern.

Am Anfang der 5. Klasse steht die Einführungswoche, die die Mädchen und Jungen vornehmlich mit ihrer Klassenlehrerin oder ihrem Klassenlehrer verbringen. Spielerische, entspannende und kreative Elemente erleichtern das gegenseitige Kennen lernen. Eine Schulrallye bietet Orientierungshilfe in der Marienschule. Begleitet werden die neuen Schülerinnen und Schüler dabei von Tutorinnen und Tutoren der Jahrgangsstufe 9, die auch im Laufe der gesamten Eingangsstufe Ansprechpartner/innen für die Jüngeren bleiben. Außerdem werden die Neuen in der Einführungswoche bereits mit einigen elementaren Lern- und Arbeitstechniken wie Heftführung oder Arbeitsplatzgestaltung vertraut gemacht. Am Ende dieser Woche findet „Schnupperunterricht“ statt, bei dem die Schülerinnen und Schüler schon den einen oder anderen Fachlehrer/die eine oder andere Fachlehrerin kennen lernen, bevor es in der 2. Schulwoche richtig „losgeht“. In den folgenden Klassenleiterstunden wird die Vertrauensbasis vertieft, und es werden weitere Elemente von Lern- und Arbeitstechniken aufgegriffen. Die Verkürzung der Schulzeit (G8) bringt es mit sich, dass bereits die Fünft- und Sechstklässler/innen nachmittags Unterricht haben. In der Eingangsstufe findet Nachmittagsunterricht nur an einem Tag statt, der durch eine Mittagspause unterbrochen wird. In dieser Mittagspause nehmen die einzelnen Klassen in der Cafeteria gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer/ihrer Klassenlehrerin das in der Mensa angebotene Essen ein. Dadurch wird nicht nur das Bewusstsein für eine ausgewogene Ernährung und für Tischkultur gefördert, sondern auch die Klassengemeinschaft gestärkt.

Im Januar findet in der Jahrgangsstufe 5 ein Methodentraining statt, bei dem die Schülerinnen und Schüler mit elementaren Lern- und Arbeitstechniken vertraut gemacht werden. Lerntypentests vermitteln den Mädchen und Jungen zu Beginn des Trainings die Erkenntnis, auf welche Weise sie sich den Lernstoff am besten aneignen können.

In der folgenden Woche erarbeiten sie Tipps zum Erledigen von Hausaufgaben, wie Mindmaps aufgebaut werden, und wie Texte markiert und strukturiert werden. Sie erfahren, dass Visualisierungen dazu beitragen, den Lernstoff besser zu behalten und entwickeln Strategien zur Vorbereitung von Klassenarbeiten.